Alternativen zur Baufinanzierung

[x] Betrachtet man die Werbung in den Banken und Sparkassen und verfolgt man intensiv die Werbekampagnen in Funk und Fernsehen, drängt sich einem schnell der Eindruck auf, das wahre Glück des Menschen liege in den eigenen vier Wänden und nur wer in seinem Leben mindestens eine Baufinanzierung erfolgreich durchgeführt hat, hat erreicht was wirklich erfolgreich macht. Aber ist das wirklich so? Ist die Baufinanzierung wirklich so enorm wichtig? Zwei verschiedene Fragestellungen drängen sich in diesem Zusammenhang auf. Die erste: Ist der Bau oder Kauf einer eigenen Immobilie wirklich sinnvoll und lohnend? Und die zweite: Gibt es Alternativen zur Baufinanzierung - andere Wege zu den eigenen vier Wänden zu kommen? Die erste Frage ist dabei mit Abstand die am schwersten zu beantwortende Frage. Je nach individueller Situation des Mandanten und seinen persönlichen Wünschen und Zielen kann eine Antwort auf die Frage nach Sinn oder Unsinn einer Baufinanzierung höchst unterschiedlich ausfallen. Es stimmt schon was die Kritiker anmerken: "Für das Geld was man im Laufe der Jahre an die Bank zahlt, könnte man viele Jahre zur Miete wohnen und hätte keinerlei Kosten mit der Instandsetzung oder der Sanierung der Immobilie". Ebenso korrekt ist aber auch der Werbeslogan der Banken, dass ein Mensch der sein Leben lang zur Miete wohnt wesentlich mehr als nur ein Einfamilienhaus bezahlen könnte. Es bleibt also im Grunde genommen einer der individuellsten Fragen überhaupt ob sich eine Baufinanzierung "lohnt" oder ob man es lieber lassen sollte und weiterhin das Wohnen zur Miete vorzieht. Faktoren wie die Wohnungsbauprämie haben hier Ihre Darseinsberechtigung. Die Frage ob es Alternativen zu einer herkömmlichen Baufinanzierung gibt ist da schon einfacher zu beantworten weil sie sich faktisch, also mit Zahlen, belegen lässt.

 

 

 

Betrachtet man eine durchschnittliche Baufinanzierung mit einem Finanzierungsvolumen von ca. 200.000 Euro und einem Eigenkapital von 10% und setzt man voraus dass mit einem Prozent Annuität (4,5% Zins) getilgt wird, dann erreicht man eine Höhe der Gesamtzahlungen von etwa 400.000 Euro. De facto hat man also doppelt so viel an die Bank bezahlt wie das Haus tatsächlich gekostet hat. Auch wenn einem immer weiß gemacht werden soll, es sei lohnend zu so niedrigen Zinsen abzuschießen, ist das allemal kein lohnendes Geschäft. Der Schlüssel um wesentlich weniger zu zahlen ist ebenso einfach wie effektiv: Später bauen und die Zeit nutzen um zusätzliches Eigenkapital anzusparen. Dabei ist es vollkommen egal ob das Eigenkapital in Form von Bargeld oder in Bausparverträgen angespart wird, jeder Cent der zu Beginn des Bau- oder Kaufvorhabens mehr vorhanden ist, schmälert die Notwendigkeit einer Kreditaufnahme. Ganz ohne eine Baufinanzierung wird man wahrscheinlich auch in diesem Fall nicht auskommen, wenn die Darlehenssumme allerdings niedriger ist, spart man doch enorm viel Geld. Es gilt also auch beim Thema Baufinanzierung, dass man sich auf keinen Fall von den Werbeoffensiven der Banken und Sparkassen in die Irre leiten lassen sollte, sondern dass man sich genau mit der Situation auseinandersetzt und durchrechnet welche Vorgehensweise in der individuellen Situation am sinnvollsten erscheint. Die Summen bei einer entsprechenden Finanzierung können schnell große Ausmaße annehmen. Deshalb sollte Sie mit einem entsprechenden Online Rechner schon einmal vorkalkulieren. Immobilienkredite sind aktuell zu sehr günstigen Konditionen zu haben. Vergleichen lohnt sich aber dennoch.

Auch in Sachen Energie gibt es viele, der Masse weitgängig unbekannte, Möglichkeiten, seinen Stromverbrauch- bzw. Anbieter zu optimieren, weshalb die Suche und Vermittlung von Energieberatern und Gutachtern eine sinnvolle Ergänzung darstellt. Ebenso korrekt ist aber auch der Werbeslogan der Banken, dass ein Mensch der sein Leben in einer Wohnung zur Miete wohnt wesentlich mehr als nur ein Haus bezahlen könnte.