Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Gold hat die Menschen seit jeher fasziniert. Sei es für die Produktion von Schmuck oder Taschen, in eingeschmolzener Form oder als Wertanlage. Durch seine Beschaffenheit ist das Metall in diversen Bereichen des Lebens einsetzbar. So reicht der Verwendungszweck von Gold über medizinische Zwecke bis hin zu dem Einsatz in der Elektronik. Als Wertanlage bezeichnet man hingegen das Investieren von privatem Kapital mit dem Ziel, dieses eingesetzte Vermögen in möglichst kurzer Zeit möglichst gewinnbringend zu vermehren. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Angebote respektive Möglichkeiten. Sie reichen von einem Sparbuch bei einem Kreditinstitut über einen Bausparvertrag bis hin zum Einkauf und Verkauf von Gold. Gold ist ein Element, das ohne Einwirkung von anderen Stoffen in der Natur als solches existiert und nicht durch aufwendige Verfahren isoliert werden muss. Zudem zeichnet es sich durch seine spezifischen Eigenschaften, wie leichte Verarbeitung und niedrige Schmelztemperaturen aus, die seinen Wert sehr hoch gesetzt haben. Als Zahlungsmittel ist es in Form von Barren oder Münzen weltweit anerkannt. Vor allem Zentralbanken lagern Gold als Währungsreserve ein. Besonders in Inflationszeiten, wie es meist ein Krieg mit sich bringt, ist Gold als Wertanlage geschätzt. Doch bei Gold als Form der Geldanlage ist hierbei treffenderweise „nicht alles Gold, was glänzt“. Es einiges zu beachten, was das Metall als Geldanlage recht unsicher macht. Zwar war Gold seit jeher mit einem recht hohen Geldeswert behaftet, doch unterliegt es täglichen, schlecht vorhersehbaren Schwankungen. Gold wird seit dem 18. Jahrhundert von Goldhändlern fixiert, also sein Wert in die verschiedenen Währungen umgerechnet und festgelegt.Die Beliebtheit von Gold stiegt mit der Zeit so immes an, dass sogar Gewinnspiele keine Sach oder Geldpreise mehr zur Verfügung stellten, sondern teilweise ganze Goldbarren.
Der Preis für die Feinunze Gold (Feinunze ist eine alte Maßeinheit, die bis heute beibehalten wurde, um das Gewicht von Gold anzugeben) unterlag in den letzten zehn Jahren massiven Veränderungen, die im Bereich zwischen 250 und 850 Dollar gelegen sind. Die Zentralbanken haben aufgrund ihres recht großen Goldbesitzes (etwa 20 % aller Goldvorräte sind bei Banken eingelagert) die Möglichkeit, aktiv den aktuellen Kurswert des Goldes manipulativ zu verändern. So können sie den Wert durch Goldankäufe in die Höhe treiben und durch den Verleih respektive Verkauf des Metalls den Wert sinken lassen. Hiervor kann der private Anleger nicht geschützt werden. Ebenso sollte man sich bewusst sein, dass beim Ankauf von Gold (z.B. Inka Gold, Peru) ein zusätzlicher Gebührenaufschlag auf den Ausgabepreis fällig wird, der unterschiedlich hoch sein kann, je nachdem um welche Menge Gold es sich handelt. Beim Kauf sollte man die Preise der Banken und Handelshäuser miteinander vergleichen, denn hier gibt es Unterschiede von bis zu 10 Prozent. Von dem Ankauf von so genannten Sammlermünzen aus Gold sollte man dem Kleinanleger abraten, denn zum einen zahlt der Investor hier deutlich mehr als die Münze an Gegenwert hat und zum anderen ist es unklar, ob die Sammlermünze in absehbarer Zeit an Wertzuwachs gewinnt, um die Investition im Nachhinein rentabel für den Anleger zu gestalten. Gold wird zudem nicht verzinst und wirft somit keine planbare Rendite für den Anleger ab, wie es beispielsweise bei festverzinslichen Anlagen, wie Tagesgeld, Sparbüchern oder Bausparverträgen der Fall ist. Letztere werden ebenso bei Kreditinstituten ausgegeben und sind sowohl als kurzfristige, als auch langfristige Anlage eher zu empfehlen als es der An- und Verkauf von Gold bieten kann.
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