Alternativen zu Kapitallebensversicherungen

Mit der Kapitallebensversicherung wird das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers mit einer bestimmten Summe versichert. Gleichzeitig wird Geld angespart, was nach Ablauf des Vertrages ausgezahlt wird. Durch die Kombination von Todesfallab- sicherung und sparen sind die Beiträge sehr hoch. Manche Anbieter senken die Todesfallsumme, um geringe Beiträge bieten zu können. Beim Tod des Hauptverdieners und Versicherungsnehmers reicht dann die Summe nicht aus, um Kredite und Verbindlichkeiten zu decken. Diese Versorgungslücke kann sehr gefährlich werden. Die Vertragsgestaltung von Kapitalbildenden Lebensversicherungen ist sehr unflexibel. Der Ausstieg vor Vertragsende ist nur schwer möglich und in der Regel mit Verlust verbunden. Bei Vertragskündigung in den ersten Jahren gibt es fast nichts, weil das Geld für die Gebühren und Provision des Vermittlers verwendet wird. Zur vollen Summe der Gebühren kommen bei einer Kündigung noch Stornokosten. Auch Überschussanteile werden bei vorzeitigem Abbruch auch nicht gezahlt. Die Kapitallebensversicherungen sind sehr verbreitet, obwohl es bessere Sparmöglichkeiten gibt. In der gesamten Vertragslaufzeit ist die Rendite davon abhängig, wie effektiv der Versicherer das Geld anlegt. Der Versicherungsnehmer hat darauf auch keinen Einfluss. Bei einer Laufzeit der kapitalgebundenen Lebensversicherung von 30 Jahren kann die Verzinsung etwa 5% im Durchschnitt betragen.

 

Wer sich für eine Kapitallebensversicherung interessiert, sollte prüfen, ob nicht eine Fondsgebundene Kapital Lebensversicherung günstiger ist. Hier wird der Sparbetrag direkt in einen Investmentfonds eingezahlt. Die Zusammen- setzung kann der Versicherungsnehmer selbst bestimmen. Damit trägt er natürlich auch das Risiko. Bei langfristigen Verträgen kann in der Regel immer von einer Kurssteigerung an der Börse ausgegangen werden. Renditen von 10 % können hier möglich sein. Besonders für junge Familien mit Krediten und Kindern bietet sich zur Absicherung eine Risikolebensversicherung für den Hauptverdiener an. Damit wird nur der Todesfall abge- sichert. Die Beiträge sind dementsprechend geringer. Bei der Vertragslaufzeit müssen das Alter der Kinder und die Laufzeit der Kredite die entscheidende Rolle spielen. Als Geldanlagen sollten in erster Linie die vom Staat geförderten Modelle zur Altersvorsorge, wie Riester oder Rürup Rente genutzt werden. Darüber hinaus kann gerade in jungen Jahren auch ein Teil in risikoreichere Fonds oder Aktien eingezahlt werden. Geld, was täglich verfügbar sein soll, ist recht günstig in Tagesgeldkonten bei den Direktbanken angelegt. Die Kontoführung ist kostenlos. Für das Geld und das Konto gibt es keine Kündigungsfristen zu beachten und die Zinsen sind teilweise höher als bei manchen Festgeldanlagen.