Alternativen zur privaten Krankenversicherung
[x] Die private Krankenversicherung ist eine Alternative für Vielverdiener, die umfangreiche Untersuchungen und überfreundliche Behandlung bevorzugen. Doch um überhaupt für eine private Krankenversicherung in Frage zu kommen, müssen gewisse Kriterien erfüllt sein. So darf das jährliche Einkommen keinesfalls unter 47.000 Euro liegen, wenn die Person angestellt ist. Lediglich bei Selbstständigen gibt es keine Beschränkung hinsichtlich ihres Einkommens. Lehrer und Staatsdiener können sich selbstverständlich ebenfalls privat versichern.
Die Höhe des Einkommens (wenn über dem Satz), spielt bei der Errechnung des monatlichen Beitrages jedoch keine Rolle. Dieser macht sich an mehrere Faktoren fest. Zum einen spielt der gewählte PKV Tarif natürlich eine Rolle. Viel wichtiger bei der Berechnung sind jedoch das Alter, das Geschlecht und die Gesundheit. So zahlt eine Frau beispielsweise generell einen höheren Beitrag, weil Frauen ein höheres Erkrankungsrisiko haben. Doch nicht jede Frau wird auch wirklich häufiger krank, als ein Mann im gleichen Alter. Somit zahlen Frauen mehr, auch wenn sie gar nicht krank werden. Diese Art der Beitragserrechnung wird häufig sehr kritisch betrachtet. Die PKV Tarife in der Übersicht.
Auch das Festmachen am Alter ist mehr als fragwürdig. Statistisch gesehen gehen ältere Menschen häufiger zum Arzt, jedoch gibt es auch Senioren die sich bester Gesundheit erfreuen und nur zu Routineuntersuchungen gehen. Das Risiko in der Privatversicherung ist hoch, dass die Beiträge umsonst gezahlt werden. Einige Kassen bieten zwar eine teilweise Rückerstattung von nicht genutzten Beiträge an, jedoch ist dies auch nur ein kleiner Teil dessen, was gezahlt wurde. Für die hohen Beiträge verspricht die Kasse auch ein "mehr" an Leistungen. Bei Inanspruchnahme bekommt der Patient dieses auch geboten. So kann im Krankenhaus auf Chefarztbehandlung bestanden werden. Doch der Nutzen dieser Leistungen ist fraglich, da Ärzte bei Mitgliedern der Privaten Krankenversicherungen dazu neigen, Untersuchungen zu veranlassen, die nicht nötig sind und nur dem Verdienst des Arztes dienen. Für Familien ist die private Krankenkasse fast immer ungeeignet, da Kinder und Ehepartner nicht kostenlos mitversichert werden können. Der Versicherte muss für jedes seiner Kinder eine eigene Versicherung abschließen, was bei einer Großfamilie sehr teuer werden kann. Es hängt also von vielen Faktoren ab, die richtige Krankenversicherung zu erschließen. Die Beitragsbemessungsgrenzen gilt es zu prüfen. Zahnersatzkosten werden von den Krankenkassen oftmals nicht übernommen. Eine Auslandskrankenversicherung sollte vor Urlaubsantritt abgeschlossen werden.
Auch sollte man auf die speziellen Leistungen schauen. Manche Kassen zahlen keine alternativen Medikamente wie zum Beispiel die Schüsslersalze.
Wenn auch nicht ganz freiwillig hat die private Krankenversicherung zum 01.01.2009 den Basistarif eingeführt. Der Basistarif bietet zwar keine Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung aber zumindest ist der Höchstbeitrag begrenzt und der Wechsel zu einer anderen PKV ist unter erleichterten Bedingungen möglich.
