Aktien in der Finanzkrise
Die Finanzkrise und die daraus wachsende Wirtschaftskrise haben weltweit zu ganz erheblichen Verwerfungen an den Aktien- und Anleihenmärkten geführt. Viele Milliarden Euro Anlegervermögen wurden in den vergangenen Monaten mit einer nie dagewesenen Dynamik vernichtet. Gerade Besitzer von Aktien und Aktienfonds waren und sind unmittelbar von der Krise betroffen. Nicht wenige Aktien haben binnen einiger Wochen mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Einige - früher als konservativ geltende - Bankaktien verloren sogar 90 Prozent ihres Wertes!
Die Anleger
Wenig verwunderlich, dass immer mehr Anleger der Aktie den Rücken kehren und sich nach alternativen Assetklassen umsehen. Zwar waren ohnehin nicht mehr viele Privatanleger in Aktien investiert (nur etwa 10 Prozent aller Deutschen besitzen überhaupt Aktien), allerdings dürfte die Zahl derer, die Wachstumschancen an den Aktienmärkten sehen noch weiter gesunken sein.
Das Image
Bereits seit dem Platzen der New Economy Blase im Jahr 2000 haftet der Aktie bei deutschen Privatanlegern ein stark negatives Image an. Schon damals verloren viele Anleger einen Großteil ihres Vermögens mit Aktien, die zuvor in zahlreichen Werbespots als sicher beworben wurden und bei denen man davon ausgehen konnte, das der Wert deutlich steigen würde.
Die Experten
Experten warnen schon seit Jahren davor, dass die Aktie in Deutschland noch mehr an Bedeutung verlieren könnte. Auf die Abstinenz der deutschen Anleger reagierten viele Banken mit der Emission von Anlagezertifikaten, die beinahe jedem Anlageszenario gerecht werden konnten.
Allerdings wurde diesen Produkten das Emittentenrisiko, nachdem eine Insolvenz des ausgebenden Instituts zu einem Totalverlust für den Anleger führen kann, zum Verhängnis. Nachdem die Lehman Bank Insolvenz anmelden musste verloren auch in Deutschland einige tausend Bankkunden ihr angelegtes Vermögen. Der Boom der Anlagezertifikate war gebrochen und Zertifikate wurden bei vielen Anlegern noch unbeliebter als Aktien.
Der Leitindex
Dabei erzielen Aktienanleger langfristig deutlich positive Renditen. Vielfach liegen die Erträge sogar im zweistelligen Prozentbereich. Um eine möglichst hohe Rendite an den Aktienmärkten erzielen zu können, empfiehlt es sich den richtigen Einstiegszeitpunkt zu wählen. Es lohnt sich fast immer, dann zu kaufen, wenn alle anderen verkaufen und die Kurse niedrig sind. Dann winken enorme Chancen. So hat der Dax seit Sommer 2007 rund 50 Prozent verloren, sodass sich bis zum historischen Höchststand von über 8000 Punkten ein Renditepotential von rund 100 Prozent ergibt!
Die Krise
Die aktuelle Finanzkrise könnte sich in Zukunft also als eine riesige Chance erweisen. Zumal in Zukunft mit einem wahrhaften Mega Boom zu rechnen ist. Konjunkturprogramme und Unmengen an frischer Liquidität durften in den nächsten Jahren zu einer hohen Inflation und enormen Kursexplosionen an den Finanzmärkten führen, sodass die alten Höchststände im historischen Vergleich sehr rasch erreicht sein dürften.
