Festgeld in Krise
Die Finanzkrise hat zahlreiche Anleger, die in Investmentfonds oder Einzelaktien investiert waren, stark getroffen. Viele Sparer, die heute ihr Wertpapierdepot betrachten, finden nun hohe Verluste, die wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mehr ausgeglichen werden können.
Sichere Anlagen werden jetzt bevorzugt
Sparer setzen daher in der Finanzkrise wieder vermehrt auf Festgeld. Das Angebot von Termingeld gehört zu einem der klassischen Finanzprodukte, welches die Banken bereits seit Jahrzehnten anbieten. Dabei stellt der Anleger der Bank sein Geld für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung, die Bank wiederum kann dieses Geld an Kreditkunden herausgeben. Während des Anlagezeitraums ist Festgeld grundsätzlich nicht verfügbar, dafür erhält der Anleger einen fest vereinbarten Zins. Dieser Zins ist unveränderlich, so dass bereits beim Abschluss des Festgeldes die Rendite exakt berechnet werden kann. Kursschwankungen oder gar Verluste, wie diese bei Wertpapieranlagen möglich sind, treten beim Festgeld nicht auf. Es ist daher insbesondere für sicherheitsorientierte Anleger empfehlenswert.
Verschiedene Laufzeiten beim Festgeld
Je nach Wunsch des Anlegers kann Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen werden. Einige Banken bieten ihr Termingeld bereits für eine Laufzeit von nur einem bis drei Monaten, andere Institute wiederum offerieren auch Festgelder mit mehrjährigen Laufzeiten. Die Zinsen für das Festgeld werden dabei in der Regel am Ende der Laufzeit ausgezahlt, lediglich bei mehrjährigen Anlagen kann auch die Zinszahlung am Ende des Kalenderjahres vereinbart werden. Mit dem Ablauf des Festgeldes kann der Kunde selbst entscheiden, ob es zum jeweiligen Zinssatz prolongiert, also neu angelegt werden, oder aber ob die Umbuchung auf das benannte Gegenkonto erfolgen soll.
Die Zinsen für Festgeld
Die Festzinsen für Festgeld orientieren sich in erster Linie am Zinsniveau der Zentralbanken. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank wurde seit Herbst 2008 sukzessive von 4,25% auf nunmehr 1,5% p.a. gesenkt. Viele Analysten gehen sogar von weiteren Zinssatzsenkungen aus, denn die Wirtschaft soll hierdurch gestützt werden. Für Anleger bedeutet dies, dass auch die Zinsen für Festgeld sinken. Diese liegen im Ein-Jahres-Bereich bei gerade noch 1,0-2,0% p.a. und somit deutlich unter den Konditionen, die noch im letzten Jahr ausbezahlt wurden wie hier. Lediglich einige wenige Banken versuchen, mit hohen Festgeldzinsen Neukunden zu finden und auch und greift der Kunde meist zum Festzins Vergleich. Derartige Angebote findet man zum Beispiel im Internet. Trotz der niedrigen Zinsen vertrauen viele Anleger den Festgeldern der Banken, denn sie haben Angst vor weiteren Kursschwankungen sowie vor dem Verlust ihrer Einlagen.
Die Einlagensicherung der Banken
Festgeld gilt insbesondere deshalb als sicher, weil viele deutsche Banken dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angehören. Diese Sicherungseinrichtung gewährleistet, dass bei einer etwaigen Insolvenz der Bank die Einlagen der Kunden trotz dessen gesichert sind. Im Zuge der Finanzkrise hat auch die Bundesregierung reagiert und die Höhe der gesetzlichen Absicherung angehoben. Für Sparer ist es deshalb wichtig, vor einer Anlage zu prüfen, ob die Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört. Gerade ausländische Banken bieten lediglich einen begrenzten Schutz von beispielsweise 20.000 Euro. Dies mussten auch deutsche Anleger im Zuge der Finanzkrise erkennen, als zum Beispiel die Einlagen isländischer Institute eingefroren wurden. Deutsche Banken gelten hingegen nach wie vor als sicher.
Beim Festgeldvergleich auf Details achten
Bei dem Festgeld handelt es sich um eine der wohl beliebtesten Geldanlagen in Deutschland. Auf dem Markt der Kapitalanlagen präsentiert es sich in weiten Teilen als das Pendant zum Tagesgeld. Nachdem das Festgeld lange Zeit nur von wenigen Banken angeboten wurde, hat es sich in den letzten Jahren als ausgesprochen beliebtes Angebot bei der breiten Masse etablieren können. Heute bieten zahlreiche Finanzunternehmen ein eigenes Festgeldkonto mit verschiedenen Laufzeiten an. Die Unterschiede zwischen den Festgeldkonten können meist nur mit einem Vergleich ermittelt werden. Bevor sich die Verbraucher für das Festgeldkonto einer Bank entscheiden, sollten sie grundsätzlich einen Festgeldvergleich durchführen, denn wie bei anderen Finanzlösungen zeigen sich auch hier erhebliche Unterschiede zwischen den Angeboten.
Wie hoch die Unterschiede zwischen den Angeboten sind, verdeutlicht einmal mehr mykapital.eu/28/die-kapitalanlage-festgeld/. Grundsätzlich darf bei einem Festgeldvergleich aber nicht nur auf die Zinsen eingegangen werden, die die Banken anbieten. Die Unterschiede zwischen den Angeboten zeigen sich meist erst beim Blick auf die Details. Dabei lassen sich aber auch die Grundzüge dieser Geldanlage bei sämtlichen Offerten erkennen. Demnach steigen die Zinsen immer mit der Laufzeit, für die sich der Anleger entscheidet. Umso länger die gewählte Laufzeit ist, desto höher sind auch die Zinsen. Dies liegt vor allem an der Planungssicherheit für die Banken.
Die Banken können mit Geld, das für mehrere Jahre angelegt wird, viel sicherer arbeiten als mit Kapital, das bereits nach wenigen Tagen wieder zur Verfügung steht. Grundsätzlich sollte bei einem Festgeldvergleich auf die unterschiedlichen Laufzeiten eingegangen werden. Die Laufzeiten, die bei dem Festgeld angeboten werden, gestalten sich heute sehr umfangreich und reichen angefangen von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Jahren. Viele Banken arbeiten bei dem Festgeld mit unterschiedlichen Mindesteinlagen. Demnach ist die Eröffnung dieses Anlagekontos stets an die vorhandene Mindestanlagesumme gebunden. Darüber hinaus gibt es aber auch Banken, die eine Maximalanlage für bestimmte Zinssätze definieren. Auch das muss berücksichtigt werden.
