Die Riester-Rente in der Finanzkrise
Die Altersvorsorge wird für alle Bürger in Deutschland immer wichtiger. Vor allem seit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2005, bei der das Rentenniveau abgesenkt wurde, müssen viele Menschen mit einer Rentenlücke rechnen. Diese kann, je nach derzeitigem Einkommen, einige Hundert Euro betragen. Eine gute Möglichkeit, die Rentenlücke zu schließen und privat vorzusorgen, bietet dabei die Riester-Rente.
Die Vorteile der Riester-Rente
Mit der Riester-Rente besteht die Möglichkeit, Kapital fürs Alter anzusparen. Dieses Kapital wird dann als monatliche lebenslange Rente ausgezahlt, so dass Vertragsinhaber hiermit ihren Lebensunterhalt decken können. Die Auszahlung des Kapitals kann jedoch erst mit dem 60. Lebensjahr erfolgen und muss in jedem Fall als Rente ausgezahlt werden. Lediglich 30% können als Einmalzahlung genutzt werden. Der große Vorteil der Riester-Rente ist dabei die staatliche Zulage. Dies beträgt für jeden Vertrag 154 Euro. Eltern erhalten zusätzlich eine Kinderzulage. Sie beträgt für Kinder, die bis zum 31.12.2007 geboren wurden, 185 Euro pro Jahr. Jüngere Kinder ab dem Geburtsjahr 2008 werden sogar mit 300 Euro pro Jahr gefördert.Um die Förderung zu erhalten, müssen pro Jahr 4% des Vorjahresbruttoeinkommens eingezahlt werden. Verringert sich durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit in der Finanzkrise das Einkommen, können auch die Beiträge reduziert werden. Auf Wunsch ist sogar die Beitragsfreistellung möglich. Doch nicht nur Familien, auch gutverdienende Singles können von der Riester-Rente profitieren, denn die Beiträge können als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommenssteuererklärung angesetzt werden.
Die staatliche Förderung ist in jedem Fall garantiert. Eine Sicherheit, die viele Menschen während der Finanzkrise schätzen.
Förderberechtigte Personen
Die Riester-Rente kann von allen Menschen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, genutzt werden. Dies sind zum einen pflichtversicherte Arbeitnehmer, zum anderen aber auch freiwillig versicherte Selbstständige.
Auch Empfänger von Arbeitslosen- und Krankengeld sowie Empfänger von Elterngeld können die Förderung der Riester-Rente nutzen. Somit ist die Förderung auch nicht verloren, wenn Arbeitnehmer durch die Finanzkrise arbeitslos werden.Es gibt sogar für Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, eine Möglichkeit, die Riester-Rente zu nutzen. Hat nämlich der förderberechtigte Ehepartner einen Vertrag abgeschlossen, kann auch der Selbstständige einen Vertrag mit Förderung abschließen.
Die Riester-Rente in der Finanzkrise
Die Riester-Rente erfreut sich bereits seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Im Zuge der Finanzkrise ist diese Form der Alterssicherung jedoch noch beliebter geworden. Der Grund hierfür ist, dass die Beträge, die in die Riester-Rente investiert wurden, Insolvenz- und Pfändungssicher sind. Weiterhin wird das Kapital nicht zur Ermittlung des Bedarfs von Hartz IV herangezogen. Also auch wenn während der Finanzkrise die Arbeitslosigkeit droht, ist die Riester-Rente sicher.
Die verschiedenen Formen der Riester-Rente
Die Riester-Rente kann verschieden abgeschlossen werden. Dies ist zum einen als Banksparplan, zum anderen aber auch als klassische verzinsliche Rentenversicherung möglich. Diese beiden Produkte bieten den Vertragsinhabern sichere Zinsen und somit eine kalkulierbare Rendite. Dem gegenüber stehen die fondsgebundene Rentenversicherung sowie der Fondssparplan. Ihre Rendite kann nicht garantiert werden, in guten Börsenzeiten ist es jedoch möglich, mit den fondsgebundenen Anlagevarianten deutlich höhere Erträge zu erzielen. In jedem Fall erhalten Anleger jedoch ihr eingezahltes Kapital sowie ihre Zulagen ausgezahlt.
Da während der Finanzkrise insbesondere die Börsen hohe Verluste verzeichnen mussten, entscheiden sich immer mehr Menschen für die klassischen verzinslichen Anlageprodukte.
Einige Anbieter werben seit einiger Zeit für eine Kombination aus Garantieprodukt und Fondsanlage. Sie soll die hohen Renditechancen mit einer Sicherheitskomponente verbinden. Ob dies bei den Anlegern jedoch angenommen wird, ist unklar, denn die Verunsicherung sitzt tief.
