Tagesgeldkonten in der Finanzkrise
Tagesgeld hat sich in den letzten Jahren zu einem der begehrtesten Anlageprodukte entwickelt. Der Grund hierfür waren die von den Banken gezahlten hohen Zinssätze, die oft sogar die Konditionen von Festgeld übertrafen. Zum anderen ist Tagesgeld auch flexibel. So müssen weder monatlich feste Einzahlungssummen noch Mindestanlagen eingezahlt werden. Somit ist das Tagesgeldkonto zum einen als dauerhafte Geldanlage tauglich, zum anderen kann es aber auch als Sparplan oder Sparkonto genutzt werden. Gerade in der jetzigen Finanzkrise nutzen viele Kunden ihr Tagesgeldkonto als Rücklage, um in Zeiten niedrigerer Einnahmen, etwa bei Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, abgesichert zu sein.
Die Verzinsung von Tagesgeld
Die Höhe der Verzinsung von Tagesgeld ist in erster Linie vom Leitzins der Europäischen Zentralbank abhängig, denn auch hier handelt es sich um kurzfristige Einlagenzinssätze. Auf der anderen Seite spielt aber auch die Geschäftspolitik der Banken eine wichtige Rolle. So haben sich vor allem Direktbanken in den letzten Jahren mit hohen Zinssätzen hervorgetan, denn sie müssen weder Filialkosten noch hohe Mitarbeiterkosten kalkulieren. Zudem nutzen viele Banken das begehrte Tagesgeldkonto zu Werbezwecken und bieten für Neukunden Sonderkonditionen. Diese Sonderkonditionen werden dann für einen kurzen Zeitraum von zum Beispiel sechs Monaten garantiert und liegen oft über den allgemeinen Marktkonditionen. Dies hat in den letzten Jahren auch vermehrt zu dem umgangssprachlichen „Tagesgeld-Hopping“ geführt, bei dem Anleger in regelmäßigen Abständen überprüfen, welches Institut die besten Zinsen bietet und anschließend wechseln. Über einen Tagesgeld Vergleich lassen sich Konditionen transparent machen und ein entsprechendes Hopping wird einfach umsetzbar.
Tagesgeld in der aktuellen Finanzkrise
Tagesgeld ist eine nach wie vor beliebte Form, Geld kurz- oder auch längerfristig anzulegen. Allerdings können sich auch die Direktbanken dem niedrigeren Zinsniveau nicht weiter entziehen und reduzieren ihre Zinssätze. Bis März 2009 blieben die Zinsen jedoch relativ konstant, obwohl die Zentralbank ihre Leitzinsen bereits seit Herbst 2008 kontinuierlich senkt. Derzeit bieten nur noch einige wenige Banken Tagesgeldzinssätze von mehr als 3% p.a. Die Zinssätze der meisten Institute liegen allerdings nur noch zwischen 1,0-2,8% p.a., welcher der beste Tagesgeldanbieter ist lässt sich mit einem online Tagesgeld Vergleich schnell und bequem heraus finden.
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Tagesgeld im Vergleich mit anderen Anlageformen
Trotz dieser Zinssatzsenkungen bietet Tagesgeld nach wie vor überdurchschnittliche Konditionen. Vergleicht man Tagesgeld beispielsweise mit der Tagesanleihe des Bundes wird ersichtlich, dass die Rendite dieser Anleihe bei nur noch 0,81% p.a. liegt. Auch Festgelder von Banken sind hierbei nicht erheblich lukrativer, denn auch dieser Zins liegt derzeit bei einjährigen Anlagen zwischen 0,8-1,5% p.a. Und dies, obwohl Festgelder für den Anlagezeitraum von einem Jahr nicht verfügbar sind. Zu beachten ist jedoch, dass die Verzinsung von Tagesgeld variabel ist. Sie kann sich somit täglich ändern und der aktuellen Marktlage anpassen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass Tagesgeld in sechs Monaten deutlich geringer verzinst wird als ein heutiges Festgeld. Trotz dessen ziehen viele Kunden Tagesgeldanlagen vor, auch aufgrund der derzeitigen beruflichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Finanzkrise und der weiter abschwächenden Konjunktur. Auch im Vergleich mit Aktien, Aktienfonds und anderen Wertpapieren wird Tagesgeld von vielen Anlegern bevorzugt. Der Grund hierfür liegt vor allem in der Sicherheit von Tagesgeld, denn es weist weder Kursschwankungen noch Kursverluste aus. Die Einlagen sind somit, sofern die Bank im Einlagensicherungsfonds vertreten ist, sicher. Zu beachten sind hier lediglich die jeweiligen Sicherungsgrenzen der Institute, die vor allem bei ausländischen Banken gering sein können.
