Investmentfonds - eine kostspielige Anlage

In den letzten Jahren haben viele Anleger viel Geld aus Investmentfonds und im Besonderen aus Aktienfonds abgezogen. Dies geschah sicherlich primär im Zuge der Börsenbaisse in den Jahren nach 2000 auf Grund der Dotcom-Krise. Jedoch auch nach 2003, als die Kurse an den internationalen Börsen wieder stiegen, konnten die Fonds keine signifikanten Zuflüsse verbuchen - zu Recht, schließlich gibt es eine Reihe interessanter und vor allem kostengünstiger Alternativen zu Investmentfonds. Der auffälligste Kostenfaktor bei Investmentfonds ist der so genannte Ausgabeaufschlag. Dieser kann bei Aktienfonds bis zu 6% der investierten Summe betragen, meistens liegt er leicht darunter bei 5%. Ein Anleger, der 10.000 Euro in einen Fonds investiert, legt also effektiv nur 9.500 Euro an, die Differenz von 500 Euro muss erst einmal wieder in Form einer Kurssteigerung des Fondsanteils hereingeholt werden. Ein entscheidendes Kriterium zur Bewertung eines Fonds ist der Vergleich mit der so genannten Benchmark. Die Benchmark ist bei Aktienfonds zumeist ein Vergleichsindex. Ein Fonds, der in deutsche Standardwerte investiert, muss sich also mit dem bekannten Aktienindex DAX messen. Die wenigsten Fonds sind jedoch in der Lage, ihre Benchmark zu schlagen, was zum Teil mit den jährlich anfallenden Verwaltungsgebühren zusammenhängt. Bei Aktienfonds ist eine jährliche Management-Vergütung von 2% keine Seltenheit. Diese Management-Vergütung wird für den Investor nicht sichtbar aus der Wertentwicklung des Fonds herausgerechnet. Somit kommt es oft vor, dass sich der Fonds schlechter entwickelt als die zu Grunde liegende Benchmark.

 

Rechnet man den Ausgabeaufschlag und die Management-Vergütung als Kosten mit in den Investmentertrag ein, schafft es kaum ein Fonds, mehr Ertrag zu erwirtschaften, als ein Direktinvestment in den Vergleichsindex. Eine nahezu kostenfreie Alternative zu Investmentfonds mit aktivem Management sind die so genannten Exchange Traded Funds (ETF). Diese Fonds bilden meist einen Index wie zum Beispiel den DAX eins zu eins ab und erfordern somit kein aktives Management. ETFs können ohne Ausgabeaufschlag an der Börse gekauft und verkauft werden, eine jährliche Gebühr kommt selten vor und bewegt sich, wenn es sie gibt, im Bereich unter einem Prozent. Der Anleger aus dem obigen Absatz würde mit einem ETF auf den DAX also mit den vollen 10.000 Euro eins zu eins an der Wertentwicklung des DAX partizipieren. Wie bereits erwähnt, sind Exchange Traded Funds jederzeit an der Börse handelbar, was einen weiteren Vorteil gegenüber klassischen Investmentfonds darstellt. Fonds klassischen Typs sind meist ausschließlich über die jeweilige Fondsgesellschaft kauf- und veräußerbar; bis der Fonds tatsächlich verkauft ist, geht zumeist mindestens ein Tag ins Land. Eine schnelle Reaktion auf kritische Börsensituationen ist somit nur eingeschränkt möglich. Zusammenfassend kann man sagen, dass Investmentfonds durch die Vielzahl an Gebühren sehr kostenintensiv sind, bei einem äußerst unsicheren Mehrwert gegenüber dem Direktinvestment in die Benchmark, welche über die nahezu kostenlosen Exchange Traded Funds möglich ist, deren Zahl kontinuierlich wächst. Generell ist ausserdem anzumerken, dass eine qualitative Anlageempfehlung ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der betreffenden Pakete darstellt.

Gute Alternativen zu Investmentfonds finden Sie hier