Kritik an Gesetzlichen Krankenkassen

Als die gesetzlichen Krankenkassen eingeführt wurden, war es eigentlich eine gute Sache. Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen wurden, und werden auch heute noch, direkt vom Lohn/Gehalt abgezogen und der Umfang der Leistungen war bisher sehr gut. Leider hat sich das in den vergangen Jahren drastisch verändert. Die Beiträge sind gestiegen und die Leistungen werden immer weniger. Da stellt sich doch glatt die Frage, ob die gesetzlichen Krankenkassen überhaupt noch eine Existenzberechtigung haben und ob das System nicht grund- sätzlich reformiert werden sollte. Denn was nutzt dem Patienten eine Krankenkasse, wenn er doch letztendlich sehr viel an Kosten selbst tragen muss. Das fängt bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz an und geht bis hin zur Praxisgebühr. Für Brillen und Gläser gibt es überhaupt nichts mehr dazu. Auch wenn es die gesetzlichen Krankenkassen nicht gerne hören, und teilweise auch verleugnen, sind Privatpatienten deutlich besser aufge- hoben. Das fängt schon bei der Terminvergabe beim Facharzt an. Gesetzlich Versicherte müssen im Höchstfall 2-3 Monate auf einen Termin beim Facharzt warten. Für Personen mit einer privaten Versicherung sieht die Sache schon anders aus. Diese müssen grundsätzlich viel weniger Wartezeit in Anspruch nehmen, bis sie behandelt werden. Es gibt zwar Ärzte, die keinen Unter- schied zwischen Privatpatient und Kassenpatient machen, aber die sind doch recht selten anzutreffen. Ganz schlecht ist es um einen gesetzlich Versicherten bestellt, wenn dieser einmal in ein Krankenhaus muss. Krasser kann der Unterschied zwischen Privat- und Kassenpatient nicht mehr sein. Dabei geht es in erster Linie nicht einmal um die Chefarztbehandlung, aber wer das Pech hat, in ein Krankenhaus zu müssen, wenn es aus- gerechnet zu diesem Zeitpunkt seine "Stoßzeiten" hat, bleiben die Kassenpatienten erst mal stundenlang auf dem Gang liegen, bis sich endlich mal einer um sie kümmert.

 

Zugegeben, dass ist jetzt ein bisschen überspitzt ausgedrückt, aber es soll damit ausgedrückt werden, wie es um die Patienten der gesetzlichen Krankenkassen gestellt ist. Wäre es nicht sinnvoller, wenn das System gänzlich privatisiert werden würde. Jeder einzelne Bürger soll selbst entscheiden können, bei welcher privaten Krankenkasse er versichert werden möchte, und wie viel er bereit ist, für die jeweiligen Leistungen zu zahlen. Aufgrund der Gesundheitsreform besteht ab 2009 die Pflicht, dass jeder Bürger krankenversichert sein muss. Die Freiberufler und Selbstständigen werden sich "bedanken", wenn sie in eine gesetzliche Krankenversicherung zwangsverpflichtet werden, weil ihr monatliches Einkommen noch zu gering ist. Da bleibt nur zu hoffen, dass die privaten Krankenversicherungen einen Basistarif mit humanen Konditionen anbieten. Wer freiberuflich oder selbstständig tätig ist, dem kann nur geraten werden, in eine private Krankenkasse zu wechseln, so lange dies noch möglich ist. Der Gesetzgeber hat im Zuge seiner Gesundheitsreform auch beschlossen, dass ein Arbeitnehmer erst dann in eine private Krankenkasse wechseln kann, wenn er mit seinem Einkommen mindestens drei Jahre lang über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Bisher gilt diese Regelung noch nicht. Deshalb ist der Zeitpunkt jetzt günstig, in die private Krankenkasse zu wechseln.

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