Kritik an Kapitallebensversicherung
Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und der Aussicht auf eine immer geringer werdende Rente im Alter suchen viele Menschen nach einer Möglichkeit, sich privat abzusichern. Die Idee der Kapitallebensversicherung ist dabei nicht neu, es gibt aber immer noch viele offene Fragen. Von Seiten der Versiche- rungsanbieter wird diese Form des Sparens natürlich als eine der lukrativsten Möglichkeiten angepriesen. Dennoch sollte sich jeder im Vorab gut darüber informieren, wie er sein Geld bei einer Kapitallebensversicherung anlegt, was er selbst später einmal davon haben könnte und wie es mit dem Schutz für seine Familie aussieht. Dabei kommt schnell heraus, dass die Kapi- tallebensversicherung einige Nachteile birgt, auf die so kaum von den Versicherungsanbietern hingewiesen wird. Zuerst ein- mal kann nicht jeder einfach so eine Kapitallebensversicherung abschließen. Die meisten Versicherer setzen als erste Hürde eine Gesundheitsprüfung, damit sie sicher gehen, dass sie keine kranken Mitglieder aufnehmen, für die, so makaber es klingen mag, in naher Zukunft Zahlungen anfallen würden. Diese Ge-sundheitsprüfung wird entweder durch einen Fragebogen zum Gesundheitsstand und zu Vorerkrankungen vorgenommen oder es muss ein Vertragsarzt aufgesucht werden, die die Unter- suchungsergebnisse an die Versicherung übermittelt. Nach dem Bestehen dieser Prüfung kann der Antragsteller die Kapital- lebensversicherung abschließen. Ein weiterer Nachteil der Kapitallebensversicherung ist die festgesetzte Dauer. Eine Kündigung, etwa, weil plötzlich Zahlungsschwierigkeiten auftreten, ist ohne Weiteres und vor allem ohne Verlust nicht ohne Weiteres möglich. Die Verluste stehen in keinem Verhältnis, wenn die Versicherung in den ersten Jahren nach deren Abschluss wieder gekündigt werden sollte, daher ist es empfehlenswert einen Tarifvergleich der einzelnen Anbieter zu tätigen.
Insgesamt ist die Kapitallebensversicherung also relativ unflexibel. Hat sich der Versicherungsnehmer einmal dazu entschlossen, in eine Kapitallebensversicherung einzuzahlen, so ist er für lange Zeit daran gebunden, wenn er keine Verluste in Kauf nehmen möchte. Zudem sind die Laufzeiten sehr lang, was auf der einen Seite logisch ist, da es sich um eine Altersvorsorge handeln soll, auf der anderen Seite sehr unpraktisch, sollten doch einmal Schwierigkeiten bei der Zahlung der Beiträge auftreten, etwa, weil sich die eigene finanzielle Situation plötzlich verändert hat, was beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes sehr rasch geschehen kann. Garantiert werden in der Kapitallebensversicherung lediglich 3,25 Prozent Rendite pro Jahr. Die meisten Versicherungen gehen zwar bis sechs oder sieben Prozent, diese Rendite ist aber immer noch relativ gering. Das hat den Grund, dass die Versicherer nur einen bestimmten Teil des Geldes in Aktien anlegen dürfen und somit nur einen begrenzten Gewinn erzielen können. Hierin liegt auch ein weiteres Problem. Wenn sich die Versicherungsunternehmen verspekulieren, kann dies zu hohen Verlusten und Einbußen bei den Renditen für die Versicherten führen. Die Auszahlungen aus einer Kapitallebensversicherung sind außerdem nicht mehr steuerfrei. Das bedeutet, dass auf den ohnehin schon nicht sehr großen Gewinn auch noch Steuern gezahlt werden müssen, die die Auszahlungssumme schmälern. Soll der Todesfall des Versicherungsnehmers mitversichert werden, so kann sich dadurch ein sehr hoher Beitrag ergeben. Außerdem wird letztendlich dadurch die Auszahlungssumme geringer. Finanzservice Gut - Investmentfonds und Versicherungen.
Gute Alternativen zur Kapitallebensversicherung finden Sie hier
