Kritik an Riester Rente
Ein unter den Befürwortern der Riester-Rente weithin verbreitetes Schlagwort ist der sogenannte "Generatio- nenvertrag", das heißt im Klartext, junge Erwerbstätige zahlen einen Teil ihres Einkommens in die deutsche Rentenver- sicherung, beispielsweise die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), ein, damit bereits aus dem Erwerbsleben ausgeschiedene ältere Menschen eine Rente beziehen können. Sind diese Erwerbstätigen eines Tages dann selbst im Rentenalter, zahlen die Kinder mit ihren Beiträgen für deren Rente usw. Dieses Modell ist jedoch inzwischen überholt. Die Menschen werden z. B. heutzutage immer älter und bei stetig sinkender Geburtenrate gibt es auch immer weniger Beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat der Staat nach der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung 2000 / 2001 die Riester-Rente im Jahr 2002 eingeführt. Sie ist eine privat finanzierte vom Staat durch Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte Rente in Deutschland für zulageberechtigte Personen. Zu diesen gehören jedoch nicht Freiberufler und sonstige Selbstständige. Der Staat insbesondere bestimmte Parteien werben seitdem für diese Form der Rente mit Slogans wie hoher Förderquote oder flexibler Beitragszahlung, jedoch hat die Riester Rente bei kritischer Betrachtung zumindest für bestimmte Personenkreise, z. B. Immobilienbesitzer, auch erhebliche Nachteile:
- Die Riester Rente wird nur als sogenannte "Leibrente" gezahlt
- Auszahlungen und laufende Rentenzahlungen sind voll steuerpflichtig
- Bei späterer Verlagerung des Hauptwohnsitzes ins Ausland müssen die Zulagen und Steuervorteile komplett zurückgezahlt werden
- eine Beleihung des eingezahlten Kapitals ist nicht möglich.
[3] Eine Riester-Rente ist also in erster Linie nur etwas für sozialversicherungspflichtige eher konservative Arbeitnehmer, die überwiegend zur Miete wohnen, nie ins Ausland ziehen möchten und bei ihrer Altersvorsorge kein finanzielles Risiko eingehen möchten. Denn zumindest wird versprochen, dass man auf jeden Fall seine eingezahlten Beiträge zurückbekommt - wahrscheinlich langfristig auch nicht mehr. Für alle Personenkreise, die nicht durch eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit dazu gezwungen sind in das staatliche Rentenmodell einzuzahlen und die ein gewisses finanzielles Risiko auch nicht scheuen, empfehlen sich andere Möglichkeiten für das Rentenalter vorzusorgen, wenn sie nicht schon per se von einer Riester-Rente ausgeschlossen sind.
Sinnvolle Investitionen sind beispielsweise
- Abschluss einer Lebensversicherung
- Erwerb einer Immobilie
- Ankauf von Aktien und anderen Wertpapieren
- Investmentfonds
Somit hat also jeder Erwerbstätige die Möglichkeit - ganz nach seinem individuellen Lebensstil und seinem persönlichen Naturell - für sein Alter mit einer Riester-Rente vorzusorgen, um nicht irgendwann als Sozialfall zu enden. Eine endgültige Garantie gibt es im Leben und damit auch auf dem Finanzsektor so gut wie nie, jedoch ist eine Riester-Rente sicherlich nicht die sinnvollste Alternative einer privaten Vermögensvorsorge aus o. g. Gründen.
Natürlich sollte man bei der Wahl der Riester-Rente auch darauf achten, dass die Angebote mitunter stark variieren, weshalb halb es absolut sinnvolle ist, einen Riester Vergleich durchzuführen! Eine Riesterförderung lohnt für fast Jeden. Verschenken Sie daher kein Geld und schließen Sie eine HanseMerkur Riester Rente ab – auch ein Wechsel rechnet sich in den meisten Fällen!
