Kritik am Tagesgeldkonto

[1] Immer mehr Menschen versuchen, durch das geschickte Anlegen von Geld ihr privates Vermögen zu vermehren und sich unter Umständen für das Alter abzusichern. Neben Fonds und anderen langfristigen Anlagen gibt es so genannte Tagesgeldkonten, die eine Mehrung des angelegten Betrages zu hohen Zinsen versprechen. Die Anlagezeit einer solchen Investition ist unbefristet und wird von Kreditinstituten, also privaten Banken, Sparkassen und Direktbanken angeboten. Der Name dieser Anlageform rührt aus der Tatsache, dass der investierte Betrag eines Tagesgeldkontos jederzeit und ohne Kündigungsfristen kurzfristig verfügbar ist. Doch wie alles im Leben sieht manches auf den ersten Blick besser aus als es ist und hat neben Vorteilen ebenso Nachteile. Einer der Hauptnachteile eines Tagesgeldkontos ist unter anderem die geringe Rendite, die der Anleger zu erwarten hat. Dies ist aus Sicht der Banken jedoch nachvollziehbar, denn der Anleger kann durch die garantierte sofortige Verfügbarkeit sein angelegtes Kapital innerhalb kurzer Zeit abziehen. Da Banken jedoch mit dem eingelegten Vermögen ihrer Kunden arbeiten und hiermit ihrerseits Gewinne erwirtschaften, kann das Kreditinstitut nicht langfristig mit diesem Geld kalkulieren. Daher bringen langfristig angelegte Einlagen immer mehr Verzinsung als kurzfristige. Da der investierte Betrag wie bereits erwähnt jederzeit verfügbar ist, garantieren viele Kreditinstitute als Anbieter solcher Konten lediglich eine geringe Verzinsung. Diese lässt sich zwar steigern mit der Höhe des eingelegten Betrags, jedoch sollte dieser dann bereits im fünfstelligen Bereich liegen. Für Kleinanleger ist diese Form der Geldanlage somit meist weniger reizvoll, insbesondere da ein Tagesgeldkonto oftmals erst ab einer bestimmten Mindesteinlagesumme angeboten wird.

Bestes Tagesgeldkonto - der Vergleich verschiedener Anbieter.  

 

Zudem sollte vom Anleger bedacht werden, dass die Zinsen für den investierten Betrag auf einem Tagesgeldkonto täglich geändert werden dürfen. Das Risiko für den Anleger ist somit schwer kalkulierbar. So können die angebotenen Zinsen auf das Tagesgeld von einem auf den nächsten Tag in den Keller stürzen, je nachdem, wie stark oder schwach der aktuelle Status der Weltwirtschaft ist. Der Betrag auf einem Tagesgeldkonto ist zwar jederzeit verfügbar, dennoch kann ein Tagesgeldkonto kein Girokonto ersetzen. Wenn das investierte Geld unvorhergesehen und schnell gebraucht wird, kann erst nach einigen Tagen tatsächlich über den Betrag bestimmt werden. Ursache hierfür ist, dass das angelegte Geld des Tagesgeldkontos zunächst auf ein Referenzkonto, also in der Regel ein Girokonto, überwiesen werden muss, was zumeist ein bis drei Werktage in Anspruch nimmt. Die Aufgaben und Flexibilität eines Girokontos für die schnelle Überweisung von Geldbeträgen kann ein Tagesgeldkonto somit nicht erfüllen, dennoch lohnt es sich manchmal einen Tagesgeldvergleich zu tätigen. Vor allem Direktbanken versprechen dem potentiellen Anleger hohe Zinsen ohne versteckte Kosten. Dies mag in der Regel zutreffen, jedoch sollte sich der Einzelne hierbei überlegen, ob er auf eine komplette persönliche Beratung verzichten kann, denn Direktbanken bieten eine solche aufgrund ihrer Struktur nicht an. Des Weiteren sind vor allem Direktbanken stets auf der Suche nach neuen Kunden, die in ihre „Cross selling“ Strategie passen. So kann die Direktbank mittels eines Tagesgeldkontos neue Kunden für weitere Finanzprodukte aus „ihrem Hause“ gewinnen. 

Gute Alternativen zum Tagesgeldkonto finden Sie hier